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21. Februar 2014

Mehr muslimische Männer braucht das Land

Kürzlich las ich einen Artikel der Kollegin Kübra Gümüşay. Er trägt den Titel „DER NEUE MUSLIMISCHE MANN + DIE FRAU UND DIE GESELLSCHAFT„.

Lob

Dann möchte ich Kübra Gümüşay dafür loben, dass sie schreibt. Sollten mehr Menschen meines Erachtens. Auch loben möchte ich sie für ihre private Initiative des Verkuppelns passender Muslime.

Die muslimische Gesellschaft ist mittlerweile so verkümmert, dass sich keiner mehr traut, auch nur im Ansatz zwei Menschen zu verkuppeln. Dabei müssten Muslime vielleicht eher miteinander wetteifern. So ist es nicht verwunderlich, dass es noch viel junge Männer und Frauen gibt, die mit Mitte 30 noch nicht verheiratet sind.

Generelle Kritik

Drei generelle Kritikpunkte habe ich an dem Artikel:

  1. Wir sollten zur Beschreibung der muslimischen Frau nicht nur auf das Kopftuch ständig hinweisen. Zur Kleiderordnung der muslimischen Frau gehört nämlich nicht nur das Kopftuch. Wenn wir es nicht korrekt formulieren, wie soll es dann der Nicht-Muslim besser machen? Darüber hinaus kenne ich genug Frauen, die zwar ein Kopftuch tragen, sonst ab Hals abwärts jedoch überhaupt nichts mit muslimischer Kleidervorschrift zu tun haben.
  2. Im Artikel ist von Importbräuten die Rede. Natürlich gibt es auch den „Importbräutigam“. Diese Spezies kommt vielleicht nicht so oft vor. Aber sie gibt es. Fragt mal den nächsten Taxifahrer!
  3. Von Männern wird immer verlangt, die „goldene Mitte“ zu finden. Auch Kübra spricht davon. Wie wäre es denn mal mit der „goldenen Mitte“ für Frauen?

Die Hauptkritik

Als ich einen Satz las, klingelten bei mir die Alarmglocken:

Denn viele muslimische Frauen – mit und ohne Kopftuch – schaffen es, Erfolg, Religiosität, Tradition und das Leben in einem westlichen Wertesystem miteinander zu vereinbaren. Könnte ja auch ein Vorbild für Männer sein.

Ich will nicht abstreiten, dass es Männer gibt, die ein Problem damit haben, wenn die Frau einen höheren akademischen Grad, einen besseren Beruf oder ein besseres Gehalt haben als sie. Nicht umsonst heißt es „gleich und gleich gesellt sich gern“.

Die muslimische Zahnmedizinstudentin muss sich daher einen Partner suchen, der ihr ebenbürtiger ist. Fragt sich natürlich, wie muslimisch diese Studentin ist, wenn sie einen Freund hat.

Ich glaube, dass es gerade an der Religiösität in den meisten Fällen scheitert oder an der Zielsetzung der Frau. Ich erkläre es.

In dem Artikel fällt relativ häufig das Wort „Karriere“. „Erfolgreiche Frauen, die Karriere machen“ oder „Frauen, die Karriere und Familie unter eine Haube bringen können“ etc. Wenn ich als Mann – als Ernährer der Familie – erkannt habe, dass mein Ziel in diesem Leben es nicht sein kann, Karriere zu machen, dann müsste es nicht auch die religiöse Muslima erkennen?

Daher stimme ich dem obigen Satz „schaffen es, Erfolg und Religiösität zu vereinbaren“ nicht. Die erfolgreichen Frauen, die ich vor allem in der arabischen Gemeinde sehe, sind so auf Erfolg und Unabhängigkeit fixiert, dass sie das Wesentliche (Familie) aus den Augen verlieren.

Ein arabischer Kollege meinte einmal: „Gibt es denn nicht eine fromme, türkische, heiratswillige Frau bei euch?“ Ich erwiderte: „Ihr habt doch genug kluge und fromme Frauen bei euch selbst“. Daraufhin er: „Ja, aber die sind alle so hochnäsig“.

Daher glaube ich nicht, dass es so viele erfolgreich und gleichzeitig religiöse musliimische Frauen in Deutschland gibt. Wenn doch, würden sie sich auf die Rolle beschränken, die ihnen der Kur’an zuschreibt. Ggf. mal auch die Karriere opfern, wenn der Mann genug verdient. Es spricht aber natürlich nichts dagegen, wenn sie im islamischen Umfeld arbeitet.

Was passiert, wenn Frauen selbst bis spät nachts arbeiten (Beispiele bekannt) ist, dass irgendwann die Torschusspanik kommt. Muttergefühle kommen hoch. Mit 35 merkt man, dass der Zug bald abgefahren ist. Dann fängt man an, über Adoption und Samenbank nachzudenken.

Westliches Wertesystem

Gümüşay spricht im obigen Zitat auch davon, dass muslimische Frauen ihr Leben mit dem „westlichen Wertesystem“ vereinbaren können. Hmm.. das geht aber nur, indem man auf islamische Werte verzichtet und sich westlichen Werten unterordnet. Oder kennt ihr viele Frauen, die auf der Arbeit mal den Gebetsteppich ausrollen?

Gründe, warum wir nicht heiraten

In einem meiner Artikel hatte ich Gründe aufgezählt, warum muslimische Männer nicht heiraten. Wer Lust hat, kann sich diesen auch einmal durchlesen.

Ich persönlich habe meine Segel gen Heimat gesetzt. Nicht, um die Dorfschönheit zu finden. Nein! Sondern eine kluge, hübsche Frau, die außerdem weiß, worum es in diesem Leben ankommt. Und Karriere ist es mit Sicherheit nicht.

Zum zweiten Teil dieser Artikelreihe…